Kunst der Farbe - Maltherapie - Regine Helke

Farbe ist Licht und Licht ist Farbe!


Licht birgt in sich alle UR – Farben. Ohne Licht können wir keine Farben sehen. In der bildnerischen Arbeit mit Farben geht es auch darum, seine Eigen-Art in der subjektiven Farbauswahl anerkennen zu lernen und um den Mut, seine eigenen Farben zum Ausdruck zu bringen.
Alle Erkenntnis auf dem Weg zu sich selbst kann nur im Erkennen seiner Eigenfarbe werden. Jeder Mensch ist in seiner individuellen Eigen-Art bestimmt. Das gleiche Licht bekundet sich in jedem anders. Einmalig und einzigartig ist die Farbe des Lichts in jedem Menschen. Nur in der eigenen Weise kann er es in sich erkennen und verwirklichen.

Farbe bedeutet auch, seine Sinne zu kultivieren. Die Freude an der sinnlichen Wahrnehmung kann schon ein schöpferischer Impuls zur Farbe sein.
Im Empfinden und sichtbar machen der inneren Bilder kann die ureigene Wegspur entdeckt werden.

Der eigene Bildprozess und die Bildbesprechung können mitwirken, sich selbst erkennen zu lernen. Das Bild macht sichtbar, was aus Erlebnis, Eindruck und der inneren Umwandlung in die eigene Bildsprache zur bewussten Erfahrung werden kann.

Durch Bilder spricht das Unfassbare, wo Worte fehlen. Unsagbares wird sichtbar.
Die subjektiv gewählten Farben im Bildprozess können zum Ausdruck bringen, was  krank macht und heilen will. Was verhindert, sich selbst zu sein, kann sich erkennen. Was an Schattenkräften ins Unbewusste verdrängt ist und bewusst werden will. Was abhängig macht, kann erkannt und verändert werden. Neue Lebensimpulse können sichtbar und fühlbar sein.

 

"Wichtige Ausdrucksträger unter den Farben sind die drei Primärfarben Rot, Blau und Gelb als die unvermischten reinen Farben und ihrer reichen Symbolik.
Nuancenreich und differenziert wie ihre vielfältigen Tönungen sind die Sekundärfarben Orange, Grün und Violett, die sich aus jeweils einem Paar der Primärfarben mischen lassen."


"Die ausdrucksstarken Grenzwerte der Farbskala, Weiß und Schwarz, die Licht und Dunkel, Leben und Tod darzustellen vermögen, die ungeschiedene Fülle der Farbigkeit im noch ungebrochenen Licht sowie auch ihr Verlöschen im Dunkel."
(Ingrid Riedel, Farben in Religion, Gesellschaft, Kunst und Psychotherapie)