Ikebana, Zen

Ikebana ist die japanische Kunst des Arrangements von Blumen und Zweigen nach überlieferten ästhetischen Regeln.

Das Wort Ikebana wird im Japanischen mit den Schriftzeichen Ike und Hana geschrieben. Ike bedeutet: „arrangieren, zur Geltung bringen“. Hana bedeutet: „ Blumen und Pflanzen. “

Wie zum Beispiel das Bogenschießen und die Teezeremonie gehört Ikebana zu den traditionellen Zen – Künsten. Das bedeutet, Ikebana ist über konkrete Gestaltung des jeweiligen Arrangements hinaus eine Einladung, sich in der Ausübung der Kunst auch als Mensch weiter zu entwickeln. Damit ist Ikebana ein persönlicher Prozess und ein Ziel zugleich. Deswegen verwendet man für Ikebana auch das Wort Kado, der Blumen-Weg.

Ikebana

Die Wurzeln von Ikebana liegen im buddhistischen Blumenopfer, in Darbietungen an besonderen shintoisitischen religiösen Orten, Göttersitzen, sowie in der Welt der kunfzianistischen Gedanken. Die älteste überlieferte Schrift über Ikebana ist das Werk Kadensho (Überlieferung der Blumekunst) von Monami aus dem 15. Jahrhundert.
Ikenobo, die älteste Ikebana-Schule blickt auf eine 500-jährige Tradition zurück. Ihr derzeitiger oberster Meister, Senei Ikenobo, leitet diese Schule in der 45. Generation.